Einbürgerungen 2025: Rekord mit 332.500, und was das für Sie heißt

Redaktion · 14. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

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Das Brandenburger Tor in Berlin, abends beleuchtet

Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Kurz gesagt

2025 wurden in Deutschland 332.500 Menschen eingebürgert, 14 Prozent mehr als 2024 und so viele wie nie seit Beginn der Statistik im Jahr 2000. Gestellt wurden 467.400 Anträge, abgeschlossen 371.100 Verfahren. Im Schnitt lebten die Eingebürgerten 12,4 Jahre in Deutschland. Die verkürzte Einbürgerung nutzten nur noch rund 1.500 Menschen.

Die Zahlen für 2025

2025
Einbürgerungen332.500 (2024: 292.000, plus 14 %)
Neue Anträge467.400
Abgeschlossene Verfahren371.100, davon 90 % mit Einbürgerung, 5 % zurückgezogen, 3 % abgelehnt
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer12,4 Jahre (2024: 11,8)
Häufigste frühere Staatsangehörigkeitsyrisch: 65.600 (20 %)
Danachtürkisch: 34.100 (10 %), russisch: 19.700 (6 %), beide plus 51 %
Verkürzte Einbürgerungrund 1.500 Personen, unter 1 %
Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 186 vom 3. Juni 2026, vorläufige Ergebnisse. Gelesen am 9. Oktober 2026.

Warum so viele?

Das Statistische Bundesamt nennt die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts von 2024 als einen Grund: Seitdem dürfen Sie Ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten. Bei Menschen mit türkischer und russischer Staatsangehörigkeit stiegen die Einbürgerungen um jeweils mehr als die Hälfte. Sie lebten im Schnitt schon lange in Deutschland: Eingebürgerte mit türkischer Staatsangehörigkeit 24,1 Jahre, mit russischer 14,1 Jahre.

Mehr Anträge als Entscheidungen

2025 kamen 467.400 neue Anträge hinzu, abgeschlossen wurden 371.100 Verfahren. Es wurden also deutlich mehr Anträge gestellt als entschieden. Für Sie heißt das: Rechnen Sie mit Wartezeit, und reichen Sie Ihren Antrag vollständig ein. Ein fehlendes Sprachzertifikat oder ein fehlender Einbürgerungstest verzögert das Verfahren zusätzlich.

Die Abkürzung spielt kaum noch eine Rolle

Nur rund 1.500 Menschen, weniger als 1 Prozent, wurden 2025 nach einer verkürzten Aufenthaltszeit eingebürgert. Die Einbürgerung nach drei Jahren ist seit dem 30. Oktober 2025 ganz abgeschafft. Für fast alle führt der Weg über fünf Jahre Aufenthalt, B1 und den Einbürgerungstest; die Einzelheiten stehen in Einbürgerung 2026: die Voraussetzungen.

Was Sie jetzt tun können

  1. Unterlagen früh sammeln. Bei vielen Anträgen hilft ein vollständiger Antrag am meisten.
  2. B1 nachweisen. Welche Zertifikate gelten und wie viele Punkte Sie im DTZ brauchen: B1 für die Einbürgerung.
  3. Den Einbürgerungstest bestehen. 17 von 33 Fragen müssen richtig sein. Üben Sie mit den Fragen des amtlichen Katalogs und Ihrem Bundesland: Einbürgerungstest.
  4. Ausnahmen prüfen. Wer B1 wegen Krankheit, Alter oder trotz ernsthafter Mühe nicht schafft, findet die Regeln in Einbürgerung ohne B1.

Häufige Fragen

Wie viele Menschen wurden 2025 in Deutschland eingebürgert?

332.500 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts, 14 Prozent mehr als 2024 und so viele wie nie seit Beginn der Statistik im Jahr 2000.

Wie lange lebten Eingebürgerte im Schnitt in Deutschland?

12,4 Jahre im Jahr 2025. Eingebürgerte mit syrischer Staatsangehörigkeit 7,9 Jahre, mit türkischer 24,1 Jahre.

Wie viele Einbürgerungsanträge gab es 2025?

467.400 neue Anträge. Abgeschlossen wurden 371.100 Verfahren, davon 90 Prozent mit einer Einbürgerung.

Quellen

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